WinRAR 5.50 (August 2017)

In dieser Version finden Sie viele Neuerungen, besonders im Hinblick auf Passwortverwaltung und Datensicherheit.
Dazu konnten einige Anregungen von Anwendern umgesetzt werden - vielen Dank!


  1. WinRAR und RAR für die Befehlszeile verwenden nun standardmäßig das RAR-5.0-Archivformat.
    Mit der Option "RAR4" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Allgemein" oder dem Schalter -ma4 in der Kommandozeile kann man auf das RAR-4.x-kompatibles Archivformat wechseln.



  2. Passworteinträge können nun verschlüsselt und vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden. Klicken Sie dazu im Dialog "Passwörter verwalten" auf die Schaltfläche "Master-Passwort festlegen...".
    Sind die gespeicherten Passwörter durch ein Master-Passwort geschützt, müssen Sie zunächst das Master-Passwort angeben und es mit "OK" bestätigen, um auf die Passwörter zuzugreifen. Ist das eingegebene Passwort nicht das Master-Passwort, wird die angegebene Zeichenkette als gewöhnliches Passwort für Archivoperationen behandelt.
    Wurde das Master-Passwort einmal angegeben, ist es gültig, bis WinRAR geschlossen wird. Schließen Sie WinRAR und öffnen Sie WinRAR erneut, nachdem Sie das Master-Passwort angegeben haben, wenn Sie sehen möchten, wie dieser Schutz funktioniert. Geben Sie das derzeit gültige und anschließend ein leeres Master-Passwort an, um die Verschlüsselung von den vorher geschützten Passworteinträgen zu entfernen.
    Diese WinRAR-Version verwendet ein neues Datenformat für den Passwortmanager, sodass die im Dialog "Passwörter verwalten" gespeicherten Passwörter von älteren Versionen nicht gelesen werden können. Das betrifft nicht die verschiedenen Verschlüsselungsformate bei Archiven, verschlüsselte Archive sind weiterhin kompatibel mit älteren WinRAR-Versionen. Die Daten im Passwortmanager werden erst dann in das neue Datenformat konvertiert, wenn Sie die Daten erstmalig mit der neuen Version speichern und nicht sofort nach der WinRAR-Installation.



  3. Beim Speichern eines Passworts in einem Komprimierungsprofil wird nun ein Hinweis-Dialog angezeigt, der dazu auffordert, ein Master-Passwort festzulegen. Sie können ein Master-Passwort angeben, um das in der Registry gespeicherte Passwort zu verschlüsseln und es vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Danach müssen Sie dieses Master-Passwort im Dialog "Passwort eingeben" angeben, um auf so ein Komprimierungsprofil zuzugreifen.
    Wurde das Master-Passwort einmal angegeben, ist es gültig, bis WinRAR geschlossen wird. Schließen Sie WinRAR und öffnen Sie WinRAR erneut, nachdem Sie das Master-Passwort angegeben haben, wenn Sie sehen möchten, wie dieser Schutz funktioniert.



  4. WinRAR verwendet nun standardmäßig AES-256 im CTR-Modus, um ZIP-Archive zu verschlüsseln. Der Verschlüsselungsalgorithmus AES-256 ist viel sicherer als der alte ZIP-2.0-Verschlüsselungsalgorithmus, kann aber inkompatibel zu einigen älteren Unzip-Tools sein. Wird die Kompatibilität mit diesen Tools benötigt, kann im Dialog "Passwort eingeben" die Option "Alte ZIP-2.0-Verschlüsselung" aktiviert oder in der Befehlszeile der Schalter -mezl angegeben werden.



  5. Das Entpacken von .LZ-Archiven, die vom Komprimierer Lzip erstellt wurden, wird nun unterstützt.



  6. Moderne TAR-Tools können Dateizeiten mit hoher Präzision, längere Dateinamen und extrem große Dateigrößen in speziellen Headern (PAX Extended Headers) innerhalb von TAR-Archiven speichern. WinRAR unterstützt nun solche PAX-Header und verwendet sie beim Entpacken von TAR-Archiven.



  7. Mit der neuen Option "Zeit der letzten änderung speichern" im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen - Zeit" kann bei RAR-5.0-Archiven die Speicherung der Zeiten der letzten änderung unterbunden werden. Die alte Option "Zeit der letzten änderung mit hoher Genauigkeit speichern" wurde durch die Option "Mit hoher Genauigkeit speichern" ersetzt.



  8. Neue Option "Vollständigen Pfad in der Titelleiste" im Dialog "Einstellungen - Allgemein". Ist die Option aktiviert, wird der vollständige Pfad des derzeit geöffneten Verzeichnisses oder Archivs in der WinRAR-Titelleiste angezeigt.



  9. Neue Option "Dateitypen, die zunächst als Archive geöffnet werden" im Dialog "Einstellungen - Komprimierung". Hier kann festgelegt werden, was in der WinRAR-Dateiliste im Dateimanagementmodus bei Enter oder Doppelklick auf Dateien passieren soll, die ein Archiv enthalten, aber keine Archiv-Dateinamenserweiterung haben. Beispiele für solche Dateien sind .docx oder selbstentpackende .exe-Archive. Es kann festgelegt werden, ob solche Dateien zunächst als Archiv geöffnet, ausgeführt oder mit den verknüpften Programmen geöffnet werden sollen.
    Standardmäßig werden selbstentpackende .exe-Archive geöffnet und andere Arten von Archiven ohne Archiv-Dateinamenserweiterungen ausgeführt.
    Unabhängig von diesen Optionen ist es immer möglich eine Archivdatei zu öffnen, indem in der WinRAR-Dateiliste auf dem Dateinamen die Tastenkombination Strg+BildRunter gedrückt wird.
    Die beiden Optionen "Standardverzeichnis für Archive" und "Standardverzeichnis für entpackte Dateien" wurden vom Dialog "Einstellungen - Komprimierung" in den Dialog "Einstellungen - Verzeichnisse" verschoben.



  10. Der neue Befehl "Pfade in Zwischenablage kopieren" im Menü "Datei" kopiert die vollständigen Pfade aller ausgewählten Dateien und Verzeichnisse in die Zwischenablage.



  11. änderungen im Kontextmenü, das beim Rechtsklick mit der Maus in der WinRAR-Dateiliste erscheint:

    1. Einige Befehle, die sich auch in der Symbolleiste oder im Hauptmenü befinden, wie z. B. "Anzeigen" oder "Reparieren", wurden aus diesem Kontextmenü entfernt;


    2. Der Befehl "Pfade in Zwischenablage kopieren" wurde hinzugefügt;


    3. "Ausführen" für ausführbare Dateien, "Mit verknüpftem Programm öffnen" für verknüpfte Dateien und "Archivinhalt anzeigen" für Archive wurden hinzugefügt. Diese Menüeinträge ermöglichen es, bei SFX-Archiven und Dateien mit einer Nicht-Archiv-Dateinamens- erweiterung eine der möglichen Aktionen auszuwählen.


    Diese Menüeinträge sind nur im Dateimanagementmodus vorhanden und stehen nicht innerhalb von Archiven zur Verfügung.



  12. Im Dialog "Einstellungen - Integration" wurden LZ und ZIPX der Liste der Dateinamenserweiterungen hinzugefügt, die mit WinRAR verknüpft werden können.



  13. Die Dateierweiterungen LZ und ZIPX wurden zur Liste der Standardformate für den Schalter -ms ("Dateitypen angeben, die ohne Komprimierung im Archiv gespeichert werden") hinzugefügt. Die beiden Dateierweiterungen werden nun implizit angenommen, wenn der Schalter ohne Parameter aufgerufen wird.



  14. Beim Schalter -sc gibt es nun den Parameter 'f', mit dem die UTF-8-Kodierung angegeben werden kann. Zum Beispiel liest
    rar a -scfl archivname @dateiliste.txt
    den Inhalt der Dateiliste.txt als UTF-8-Text.



  15. Die RAR-Befehle "lt" and "vt" zeigen nun die Dateizeiten mit einer Genauigkeit von einer Nanosekunde an. Diese Präzision wird in RAR5-Archiven verwendet, die mit RAR unter Unix erstellt werden. Mit WinRAR erstellte Archive haben eine Präzision von 100ns bei den Dateizeiten.



  16. Beim Schalter -ts werden nur noch die Präzisionsangaben '+', '-' und '1' unterstützt. '+' speichert die Dateizeit mit höchster Genauigkeit, bei '-' wird die Speicherung unterbunden und bei '1' wird sie mit einer Genauigkeit von einer Sekunde gespeichert. Die in vorherigen RAR-Versionen verfügbaren Präzisionsangaben '2' und '3' stehen beim RAR-5.0-Archivformat nicht zur Verfügung und werden beim Schalter -ts ignoriert.



  17. Wird bei einem RAR5-Archiv beim Entpacken ein falsches Passwort für eine verschlüsselte Datei eingegeben, wird der Entpackvorgang nicht mehr abgebrochen. Stattdessen wird der Anwender erneut aufgefordert, für dieselbe Datei ein gültiges Passwort anzugeben.



  18. Bewegt man während einer Archivoperation im Fortschrittsdialog die Maus über den Namen der gerade verarbeiteten Datei, so wird in einem Popup der Dateipfad dieser Datei angezeigt.



  19. Der Name des derzeit aktiven Komprimierungsprofils wird im Dialog "Archivname und Archivparameter einstellen" über der Schaltfläche "Profile..." angezeigt.



  20. Wird der Befehl "Suchen" aufgerufen, während man sich in einem Unterverzeichnis eines Archivs befindet, enthält das Suchfeld "nach folgenden Dateinamen" den Pfad zu dem Unterverzeichnis. Damit startet die Dateisuche standardmäßig mit dem Unterverzeichnis.



  21. Behobene Fehler:

  1. Mehrere Abstürze und eine Sicherheitslücke beim Entpacken von beschädigten RAR-Archiven wurde behoben;



  2. WinRAR konnte Dateien in ZIP-Archiven nicht entpacken, die mit dem XZ-Algorithmus komprimiert und mit AES verschlüsselt wurden;




  3. War in den WinRAR-Einstellungen die Option "Windows- Fortschrittsbalken" deaktiviert und wurde beim Archivieren die Option "Jede Datei in ein unterschiedliches Archiv" verwendet, zeigte der "goldene" Teil des Gesamtfortschrittsbalkens nicht die richtige Kompressionsrate an;



  4. Das Entpacken von mehrteiligen SFX-Archiven war fehlerhaft, wenn die Gesamtgröße aller Teile 4 GB überschritt;



  5. Enthielt ein archivierter Verzeichnisname am Ende Leerzeichen, entpackte der Anwender einige Verzeichnisse im Archiv, die sich nicht im Wurzelverzeichnis des Archivs befanden, und war die Option "Möglicherweise inkompatible Namen erlauben" beim Entpacken deaktiviert, so konnte es passieren, dass am Anfang des entpackten Verzeichnisnamens ein oder mehrere Zeichen fehlten;



  6. Wurde in einem RAR5-Archiv nur die Zeit der Erstellung oder nur die Zeit des letzten Zugriffs mit einer Genauigkeit von einer Sekunde gespeichert, wie z. B. mit den Schaltern -ma5 -tsm- -tsa1, dann wurde diese gespeicherte Zeit beim Entpacken ignoriert.




Diese Aufstellung stammt aus der whatsnew.txt der deutschen WinRAR-Version, übersetzt von Michael Leimer.
Das englische Original finden Sie auf der Herstellerseite (englisch, neues Fenster).


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